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Kailani_Cover

Kailani ist mein aktuelles Romanprojekt – aufmerksame Leser haben den Namen hier und da auf diesem Blog und in Interviews, die ich in den vergangenen Jahren gegeben habe, aufgeschnappt. Jetzt kann ich endlich etwas konkreter werden.

Und gibt es dafür einen besseren Start als das wunderschöne Cover, das Colin M. Winkler für das Buch erstellt hat?

Kailani ist Hawaiianisch und bedeutet „Himmelsmeer“. Das kommt nicht von ungefähr. Zum einen ist die Welt des Romans komplett in den Lüften angesiedelt und von Wolkenfischen, Windkraken und Himmelshaien bevölkert. Zum anderen sind die menschlichen Völker Kailanis von den Kulturen Polynesiens inspiriert, insbesondere denen des alten Hawaii.

Einen ersten Entwurf des Romans hatte ich schon 2012 geschrieben – und zwar kurz bevor es mit meiner Indieautor-Karriere richtig losging. Leider war dies eine Zeit, in der ich von ziemlich heftigen Selbstzweifeln geplagt wurde, was meine Roman-Arbeiten anging. Zwar hatte ich drei Bücher in Taschenbuchform veröffentlicht – die Kenlyn-Chroniken -, jedoch bei einem Verlag, der mich regelmäßig auf die Palme trieb. Der Schatz der gläsernen Wächter lag tief vergraben in der Schublade. Trotz aller Bemühungen sah ich kein Vorankommen – und dieser Frust hatte sich leider auch in Kailanis erster Fassung widergespiegelt. Ich hatte damals das Gefühl, um jeden einzelnen Satz kämpfen zu müssen.

Trotzdem haben mich die Geschichte und vor allem ihre Welt nicht losgelassen. Ich MUSSTE das Buch irgendwann vollenden.

Dann geschah das Unfassbare (wie es bei John Sinclair so oft heißt): Der Schatz der gläsernen Wächter sprang Dezember 2012 in die Charts. Kurz danach folgten die Kenlyns. Und die Schattenraum-Trilogie.

Ich wusste: nun war der Zeitpunkt endlich gekommen, das Projekt Kailani wieder in Angriff zu nehmen.

Natürlich konnte ich nicht einfach weitermachen, wo ich aufgehört hatte. Ich musste und wollte große Teile des Manuskripts noch einmal überarbeiten und die neuen Ideen einfließen lassen, die mir in der Zwangspause gekommen waren. Und ich sammelte weiter fleißig Namen.

(Als Autor phantastischer Stoffe bleibt einem oft nichts anderes übrig, als sich Namen aus den Fingern zu saugen. Bei Kailani war das anders: ich konnte Namen einfach aussuchen – tatsächliche, hawaiianische Namen mit ihrem wunderbarem Klang: Makani. Alana. Niolo. Hinahina. Ka Hoku. Und jeder dieser Namen hat eine Bedeutung, was ihnen im Buch eine zusätzliche Dimension verleiht.)

Als ich das Manuskript nach einer gefühlten Ewigkeit wieder aus der Schublade (bzw. den Untiefen meiner Festplatte) hervorzog und entstaubte, war ich überrascht, wie viel mir – trotz aller Selbstzweifel von damals – immer noch richtig vorkam. Beschreibungen, bei denen ich dachte: Hab ich das geschrieben? Hey, das ist gar nicht so schlecht!

Und ich brauchte sehr viel weniger Zeit, mich wieder in die Geschichte einzufinden, als ich befürchtet hatte. Im Gegenteil: Dadurch, dass ich sie so lange mit mir herumgetragen hatte, brauchte ich nur ein, zwei Tage, und ich war wieder drin.

Und ich bin immer noch dort.

Aber worum genau geht es in Kailani? Der Klappentext folgt in einem späteren Blogeintrag. Aber hier könnt ihr schon einmal den (noch unlektorierten) Prolog lesen:

Kailani. Das Himmelsmeer. Unendliches Blau, so weit das Auge reicht. Es gibt kein Land hier, nur den Ozean aus Luft und Wind, bevölkert von Bergen aus Wolken, Straßen aus Wolken, Schleiern aus Wolken. Bei Tage werden sie von einer gütigen Sonne beschienen, während nachts die Sterne und acht Monde leuchten.
Weit, weit unten, am Grund des Himmelsmeeres, lauern die Schwarzen Fluten. Was sich in dieser brodelnden Finsternis vebirgt, vermag niemand zu sagen, denn wer ihr einmal zu nahe kommt und ihrem Sog erliegt, kehrt nicht zurück.
Es ist ein Ort des Todes, während der Rest Kailanis von Leben erfüllt ist: Himmelshaie auf der Jagd zerschneiden die Luft mit ihren Flossen wie Klingen, fliegende Quallen treiben auf den warmen Luftströmen dahin, durchscheinend wie Wasser oder rot wie flüssiges Feuer. Und überall tummeln sich Wolkenfische in allen Farben und Größen, deren Schuppen im Sonnenlicht glitzern, während sie zwischen den schwebenden Koralleninseln umherschwirren.
Manche dieser Inseln sind so groß wie Gewitterwolken, andere wiederum so klein, dass nur eine einzige Palme auf ihnen wächst. Doch jede von ihnen ist uralt und lebendig, erfüllt vom Mana, der göttlichen Kraft, die allen Dingen Leben verleiht. Still und majestätisch hängen sie am Himmelsmeer, weit verstreut über ganz Kailani, und strecken ihre Zweige in die Luft, während auf ihren Rücken Orchideen, Gras und Bäume gedeihen, genährt vom Regen, der sich hier und da in kleinen Teichen oder großen Seen ansammelt.
Auf einer dieser Inseln, am Östlichen Himmel gelegen, lebt der Junge Makani. Sein Vater ist ein Krieger seines Stammes, so wie sein Vater und dessen Vater vor ihm. Und auch Makani soll ein Krieger werden.
Heute ist der Tag gekommen: Auf dem Rücken von Malolo, seinem Wolkenfisch, ist er aufgebrochen, sich seiner letzten Prüfung zu stellen. Der schwersten und gefährlichsten von allen…

Genau wie Der Schatz der gläsernen Wächter ist Kailani eine All Ages-Fantasygeschichte. Das Manuskript ist zu gut 40-50 % fertig. Mein Ziel ist es, in den nächsten ein, zwei Monaten fertig zu werden. (Danach folgt das Finale der Schattenraum-Trilogie.)

Das Buch wird – wie immer – als eBook und Paperback erscheinen. Hier seht ihr Colins komplette Coverillustration, die die Druckversion des Buches zieren wird:

Kailani Illustration

Demnächst wird es auch Desktopwallpaper des Motivs geben. Leseproben und weitere Infos folgen.

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