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Und wieder neigt sich ein Jahr dem Ende. Kommt nur mir das so vor, oder geht das immer schneller?

Sei es, wie es ist. Eins war 2013 bestimmt nicht: langweilig. Der olle Chuck Dickens hat es perfekt zusammengefasst: „Es war die beste Zeit, es war die schlimmste Zeit.“

Tatsächlich war es das schizophrenste Jahr seit langem. Schönes und Schreckliches haben sich ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert.

20121225_183216Zumindest etwas, das 2013 NICHT passiert ist: Die Roboterapocalypse.*

Von all den Schrecklichkeiten, die dieses Jahr bereit gehalten hatten, war der Umzug des Grauens fast noch ein Sonntagsnachmittagsspaziergang. Sehr viel schlimmer und vor allem unerwarteter war der Tod meiner Schwester im August – nur vier Jahre nachdem mein Vater von uns gegangen war. (Beide starben im selben Monat, im selben Krankenhaus, an der selben Ursache. Wie meine Mutter nur halb im Scherz sagte: „Warum musste sie ihm immer alles nachmachen?“)

Ansonsten waren da noch zwei Kämpfe um Urheberrechte, ein Rechtsstreit mit dem ehemaligen Vermieter (möge Gott auf seine Windmühlen furzen) und tausend weitere Dinge, die ich unter anderen Umständen bloß als nervige Ärgernisse abgestempelt hätte, die aber in ihrer Gesamtheit dazu führten, dass ich mich einen Großteil des Jahres völlig ausgelutscht fühlte.

Viele Projekte wurden aufgeschoben oder abgesagt. Was mich schmerzlich getroffen hat, denn ich liebe meinen Job, ehrlich und aufrichtig.

Aber ihr wisst, wie das ist: kein Schatten ohne Licht.

Zu den positiven Dingen, die 2013 gebracht hat, gehören unsere neue Wohnung (diesmal sogar mit Platz für eine Spülmaschine! Und dem größten Arbeitszimmer das ich je hatte!) und die Tatsache, dass meine Freundin und ich gesund geblieben sind und einander hatten, auch an den finstersten Tagen.

(Und auch unsere vierbeinigen Freunde waren und sind wohlauf, trotz der Bemühungen irgendeines… ich will die Kreatur nicht mit dem Wort Mensch adeln … der es für angebracht hielt, Giftköder hier bei uns im Ort zu verstecken, an denen vier Hunde aus unserer Nachbarschaft bereits elendig verreckt waren.)

20121207_121309Hund eins und Hund zwei in friedlicher Eintracht.

Und in noch einer Hinsicht war 2013 gut zu mir:

Bislang waren meine Romane nur ein netter, aber spärlicher Nebenverdienst – was ironisch ist, wenn man bedenkt, dass ich meine Autorenlaufbahn mit dem Schreiben von Romanen begonnen hatte.

Jetzt sind sie meine Haupteinnahmequelle.

Das ist eine Entwicklung, mit der ich niemals gerechnet hätte. Einiger meiner Bücher hatte ich schon halb aufgegeben.

Dann geschah das Wunder: Der Schatz der gläsernen Wächter auf Platz 10 der Amazon-Kindlecharts. Die Kenlyns regelmäßig in den Top 20 der SF-Charts … und so weiter. Es war ein wilder, heißer, wunderbarer Ritt. (Mehr zum Thema erzählt dieser Artikel.)

Jetzt kann ich es kaum erwarten, das nächste Buch zu schreiben, denn ich weiß, dass es da draußen mehr als nur ein paar Leute gibt, die es auch lesen werden. Die sogar darauf warten. Und die nette Dinge über die Geschichten bei Amazon schreiben. Die mir Emails schicken um mir zu sagen, wie sehr sie sie mögen.

(An dieser Stelle ein dickes DANKESCHÖN!!! an alle Fans von Kris, Endriel, Kai Hellmann, Garlyn und all meinen anderen Romanprotagnisten.)

Okay, das war 2013. Was steht für 2014 an?

Zuallererst einmal Garlyn: Der Schattentanz. Das Buch ist zur Hälfte fertig und wenn nichts dazwischen kommt, geht das Manuskript im Januar/Februar ins Lektorat. Danach stürze ich mich endlich auf Kailani, ein Jugendbuchprojekt, das ich schon viel zu lange aufgeschoben habe. Und auch ein neues Abenteuer aus der Welt von Der Schatz der gläsernen Wächter steht ein. Noch kein neuer Roman, aber etwas … anderes. Wie immer erfahrt ihr es hier zuerst.

Auch auf der Hörspielseite winken einige Veröffentlichungen: Rick Future 5 Roter Sand wird Anfang des Jahres erscheinen. Nicht lange danach folgen Terra Mortis 4: Der Pakt, Teil eins und Terra Mortis 5: Der Pakt, Teil zwei. Mehr dazu demnächst. Auch Grüße auch Gehenna 6 schreitet der Veröffentlichung entgegen … oder besser: kriecht. Aber gut´ Ding will Weile haben. Zumindest hörte ich das.

2014 wird auch endlich Mimikry an die Kurzfilmfestivals geschickt. Ein Plan, den Kameramann und Produzent Jonas Hieronimus und ich schon lange hegen, der aber aus verschiedenen Gründen immer wieder auf Eis gelegt wurde. (Einer davon sind zwei fehlende Frames im Films, die ihn bei gewissen Abspielgeräten holpern lassen. Da müssen wir nochmal beigehen.)

Im März bin ich ein weiteres Mal Gast auf der Wolfenbütteler Kinder- und Jugendbuchwoche und werde dort aus Der Schatz der gläsernen Wächter vorlesen. Darauf freue ich mich schon sehr, denn mein letzter Besuch hat mir viel Freude bereitet.

Ihr merkt schon, 2014 wird auch nicht gerade ruhig. Drückt mir mal die Daumen, dass ich wenigstens einen Großteil meiner Pläne in die Tat umsetzen kann, denn nach der langen Zwangspause juckt es mir ordentlich in den Fingern.

Ansonsten wünsche ich mir für das neue Jahr das Gleiche, das ich auch euch und allen meinen Lesern und Hörern wünsche: Gesundheit, Glück und – nicht zu vergessen – eine Menge Spaß.

Feiert ordentlich!

* Na ja, vielleicht nächstes Jahr.